Häufige Probleme beim Hartverchromen bei der Reparatur von Hydraulikzylinderstangen

Häufige Probleme beim Hartverchromen bei der Reparatur von Hydraulikzylinderstangen

Hartverchromen ist ein entscheidender Bestandteil der Hydraulikzylinder Reparatur. Zylinderstangen die über einen längeren Zeitraum in Gebrauch waren, weisen unweigerlich einen gewissen Verschleiß auf der Hartchromoberfläche auf, was bedeutet, dass das Nachverchromen die beste Praxis ist, um Ihre Zylinder wieder in den optimalen Betriebszustand zu versetzen.

Allerdings, Hartverchromen ist ein hochspezialisierter Prozess, der Chemie, Metallurgie, mechanisches Geschick, tiefgehendes Wissen und umfangreiche Erfahrung erfordert. Es gibt viele Dinge, die schiefgehen können – von schlechten elektrischen Verbindungen über eine schlechte Badchemie, unsachgemäßes Vorschleifen oder unsachgemäße Gestell- und Vorrichtungsarbeiten.

Hier sind die 8 häufigsten Probleme beim Hartverchromen, die Sie bei der Reparatur Ihrer Hydraulikzylinderstange vermeiden sollten:

Matte / milchige Ablagerungen:

Es gibt eine Reihe möglicher Ursachen für ein schlechtes Chromaussehen, aber am häufigsten wird es durch eine Fehlanpassung von Stromdichte und Badtemperatur verursacht. Dieser Zustand könnte auch auf das Vorhandensein von Chloriden und Verunreinigungen durch Fremdmetalle im Plattierungstank wie Eisen und Kupfer hindeuten.

Verbrannte Ablagerungen:

Verbrannte Chromablagerungen finden sich meist in der Nähe der Bereiche hoher Stromdichte der Zylinderstange. Wenn die Stromdichte zu hoch ist, wird das Chrom sehr schnell abgeschieden. Dieser Effekt wird in den Bereichen mit dem höchsten Stromfluss verstärkt – was zu einer extremen Ansammlung von Chromablagerungen meist an den Kanten oder am Ende der Zylinderstange führt.

Schlechte oder teilweise Bedeckung:

Schlechte Bedeckung bezieht sich auf ein plattiertes Teil, das „übersehene Stellen“ aufweist. Dabei kann es sich um kleine unbeschichtete Metallstellen oder große Abschnitte handeln, an denen keine Plattierung stattgefunden hat. Die häufigste Ursache für teilweise Bedeckung ist eine schlechte Chemie. Auch Probleme mit der elektrischen Verbindung können diesen Zustand verursachen – z. B. ein schlechter oder unterbrochener Kontakt zwischen den Teilen und dem Gestell und/oder ein Gestell, das während der Plattierung nicht genügend Strom zu allen Bereichen des Teils führen kann. Dieser Zustand wird bei langen Plattierungszyklen noch verstärkt. In allen Fällen ist eine schlechte oder teilweise Bedeckung nicht akzeptabel für Hydraulikzylinderstange Reparatur.

Schlechte Haftung:

Schlechte Haftung bezeichnet das Abblättern, Blasenbildung oder Abheben der Chromablagerungen vom Grundmetall. Sie wird durch eine schwache Bindung zwischen dem Chrom und der darunterliegenden Oberfläche verursacht. Dies liegt in der Regel an einer schlecht vorbereiteten Oberfläche. Während des Plattierungsprozesses wird Chrom auf das Grundmetall der Zylinderstange aufgetragen, bei dem es sich (normalerweise) um ein zuvor plattiertes Teil handelt. Wenn diese Oberfläche nicht richtig vorbereitet ist, können zum Zeitpunkt der Plattierung Spurenmetalle, Öle und Verunreinigungen vorhanden sein. Schlechte Haftung tritt oft auf, wenn Chrom über vorhandenes Chrom plattiert wird, das während des Vorschleifprozesses nicht entfernt wurde. Stromunterbrechungen sind eine weitere Ursache für schlechte Haftung.

Rauheit:

Eine raue Chromarbeit ist oft das Ergebnis eines schlechten Grundmetallzustands. Während andere Oberflächen wie Kupfer dazu neigen, Löcher und Kratzer im Grundmetall zu füllen und so eine glatte und ebene Oberfläche zu erzeugen, folgt Chrom tendenziell der Kontur des Metalls. Das bedeutet, dass alle Unvollkommenheiten verstärkt und nicht eingeebnet werden. Darüber hinaus ziehen diese erhabenen Stellen mehr Strom an, was zu mehr Chromablagerungen an dieser Stelle führt – was das Problem weiter verschärft. Das Endergebnis ist eine ungleichmäßige, raue Oberfläche.

Lochfraß:

Lochfraß ist ein häufiges Problem, das durch das Vorhandensein übermäßig vieler kleiner Löcher in der Chromoberfläche gekennzeichnet ist. Es gibt viele mögliche Ursachen, was die Diagnose und Behandlung erschwert. Manchmal ist das Grundmetall porös. Fremdmaterial, das während der Vorbereitung vor der Plattierung nicht entfernt wurde, kann ebenfalls Lochfraß verursachen. Unlösliches Material, das zum Zeitpunkt der Plattierung im Bad suspendiert ist, hat die gleiche Wirkung.

Übermäßige Mikrorissbildung:

Mikrorissbildung ist ein normaler Teil des Plattierungsprozesses. Wenn sich Chrom aufbaut, entstehen feine Risse, die dann von der nächsten Schicht überdeckt werden. Mikrorissbildung ist ein gewissermaßen wünschenswertes Ergebnis, da kleine Risse Kanäle für die Schmierung bieten, was zur Reduzierung der Reibung beiträgt. Übermäßige Mikrorissbildung erhöht jedoch die Oberflächenrauheit über akzeptable Grenzen hinaus. Schwankungen der Temperatur und des Chromsulfatverhältnisses spielen eine Rolle für das Ausmaß der Mikrorissbildung.

Schlammrissbildung:

Grobe Rissbildung der Chromoberfläche wird als „Schlammrissbildung“ oder „Hühnergitterrissbildung“ bezeichnet, da sie an getrockneten und rissigen Schlamm oder das ungleichmäßige sechseckige Netz von Hühnergitter erinnert. Schlammrissbildung wird in der Regel durch eine unsachgemäße Schleiftechnik verursacht – einschließlich der Verwendung einer falschen Schleifscheibe, falscher Schleifgeschwindigkeit, übermäßiger Schleiftiefe oder unzureichendem oder falschem Schleifmittel. Starke Rissbildung beeinträchtigt die Oberflächenbeschaffenheit erheblich und macht die Chromstange des Hydraulikzylinders weniger korrosionsbeständig.