Was sind einfachwirkende und doppeltwirkende Hydraulikzylinder?
A Hydraulikzylinder arbeitet nach dem Prinzip des Druckunterschieds. Die Hydraulikzylinder können grob unterteilt werden in:
- Einfachwirkende Zylinder – Bei denen der Druck nur in eine Richtung angewendet werden kann und die Rückführung des Kolbens entweder durch Schwerkraft oder andere Mittel wie Zurückziehen erfolgt (eine Fahrrad-Luftpumpe).
- Doppeltwirkende Zylinder – bei diesen Zylindern kann der Druck von beiden Seiten angewendet werden. Die andere Seite fungiert im Vorwärtshub als Rücklaufseite (Niederdruck) und im Rückhub als Hauptseite (Hochdruck). Dieser Zylinder hat Öffnungen auf beiden Seiten, um zu ermöglichen, dass Hydrauliköl abwechselnd je nach Hub (vorwärts oder rückwärts) von beiden Seiten ein- und austreten (Rücklauf zum Tank) kann.
Die Hydraulik arbeitet grundsätzlich nach dem einfachen Prinzip von Kraft und Druck.
Kraft (F) = Druck (P) * Fläche (A)
Die auf den ausgeübte Kraft Zylinderkolbenstange des Zylinders Zylinderrohr ist gleich dem Druck des Hydrauliköls multipliziert mit der Fläche des Kolbens. Die auf den Kolben im Vorwärtshub (Haupthub) ausgeübte Kraft ist höher als die Kraft auf der anderen Seite des Kolbens, da der Druck auf der anderen Seite sehr niedrig ist (gleich dem Tank- oder Reservoir-Druck). Dieser Kraftunterschied führt zur Bewegung des Kolbens in Richtung eines Endes des Zylinderstange und die anschließende Bewegung von
aus dem Zylinder heraus oder in den Zylinder hinein, je nach Fall (doppeltwirkend). Die Kolbenstange ist mit dem Kolben verbunden und kann als integraler Bestandteil des Kolbens betrachtet werden, da sie sich nur zusammen bewegen.
- Die Hauptteile eines doppeltwirkenden Hydraulikzylinders sind:
- Kolben
- Kolbenstange
- Zylinderrohr
- Kopfenddeckel (Zylinderkopf)
- Kolbendichtung (Teil des Zylinderdichtungssatzes, der auch die im Kopfenddeckel eingebaute Staubdichtung enthält)
Anschlussrohre (zu den Ein- und Auslassöffnungen am Zylinderrohr) Zylinderrohr Weiterhin, sobald sich der Kolben zu einem Ende des Zylinders und noch immer wird der Hydrauliköldruck angelegt, dann wird der Druck durch ein im Hydrauliksystem befindliches Druckbegrenzungsventil abgelassen, das auf einen vorgegebenen Druckwert eingestellt ist. Darüber hinaus, wenn es ein internes Leck gibt (die Dichtung kann innen geschnitten sein und Öl auf die andere Seite des Kolbens gelangen lassen, obwohl von außen kein Leck sichtbar ist) in der Kolbendichtung, dann wird der Druck von dort abgelassen, bevor die Einstellung des Überdruckventils erreicht ist, und in einem solchen Fall der